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Die zentrale Norm für die Durchführung und Dokumentation von Risikobeurteilungen für Maschinen ist die nach der Maschinenrichtlinie harmonisierte europäische Norm EN ISO 12100 (Sicherheit von Maschinen - Allgemeine Gestaltungsleitsätze - Risikobewertung und Risikominderung).

Die in dieser Norm beschriebene Methodik stimmt genau mit den "Allgemeinen Grundsätzen" des Anhang I der Maschinenrichtlinie überein:

  • Grenzen der Maschine bestimmen
  • Gefährdungen und Gefährdungssituationen ermitteln, die von der Maschine ausgehen können
  • die Risiken abschätzen unter Berücksichtigung der Schwere möglicher Verletzungen oder Gesundheitsschäden und der Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens
  • die Risiken bewerten, um zu ermitteln, ob eine Risikominderung gemäß dem Ziel der Maschinenrichtlinie erforderlich ist
  • die Gefährdungen ausschalten oder durch Anwendung von Schutzmaßnahmen die mit den identifizierten Gefährdungen verbundenen Risiken hinreichend mindern

Die Risikominderung muss nach der in Nummer 1.1.2 Buchstabe b der Maschinenrichtlinie festgelegten Rangfolge erfolgen:

  • Beseitigung oder Minimierung der Risiken so weit wie möglich (Integration der Sicherheit in Konstruktion und Bau der Maschine)
  • Ergreifen der notwendigen Schutzmaßnahmen gegen Risiken, die sich nicht beseitigen lassen
  • Unterrichtung der Benutzer über die Restrisiken aufgrund der nicht vollständigen Wirksamkeit der
    getroffenen Schutzmaßnahmen; Hinweis auf eine eventuell erforderliche spezielle Ausbildung oder Einarbeitung und persönliche Schutzausrüstung

 

Beim Identifizieren der Gefährdungen unterstützen in erster Linie C-Normen. Aber Vorsicht! Neben den in einer C-Normen genannten "signifikanten Gefährdungen" können für Ihre Maschine weitere Gefährdungen "relevant" sein. Beim Identifizieren dieser Gefährdungen unterstützt die Gefährdungsliste in Anhang B von EN ISO 12100. Diese Gefährdungsliste findet auch Anwendung, wenn für Ihre Maschine keine C-Norm existiert.

Einen optimalen Überblick über diese Anforderungen enthält EN ISO 12100 in Bild 1.

 

Häufige Fehler in der Praxis

  • Die gesetzlich geforderte Integration der Sicherheit in die Konstruktionsprozesse wird nicht eingehalten. Risikobeurteilungen werden zu spät oder gar nicht durchgeführt!
  • Risikobeurteilungen werden - wenn überhaupt - nach dem Bau der Maschine von einer (1) Person durchgeführt. Dieses Vorgehen entspricht nicht den gesetzlichen Anforderungen, kostet aber in der Regel viel Geld! Jede am Produktentstehungsprozess beteiligte Person ist im Rahmen ihrer Tätigkeiten zur Mitwirkung an der Risikobeurteilung verpflichtet. Gefährdungen werden frühzeitig erkannt und geeignete Maßnahmen sofort festgelegt. Gefährdungsbeseitigungen zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme oder im Betrieb sind mitunter sehr teuer!
  • Alle an den Entwicklungsprozessen beteiligten Personen verlassen sich auf einen im Gesetz nicht vorgesehenen CE-Beauftragten oder CE-Koordinator. Diese Personen können koordinieren, organisieren oder unterstützen, sind aber nicht für die operative Durchführung der Risikobeurteilungen in Projekten verantwortlich!
  • Die kostensparenden inhärent sichere Konstruktionen werden nicht genutzt. Stattdessen werden teure Schutzeinrichtungen eingebaut, die für die identifizierte Gefährdungen und das bewertete Risiko in dieser Form nicht nötig wären. Eine qualitative Risikobeurteilung kann dazu beitragen, unnötige Sicherheitsmaßnahmen zu vermeiden!
 

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Neues Normenverzeichnis zur Druckgeräterichtlinie veröffentlicht

Am 17.11.2017 wurde im Amtsblatt ein neues Verzeichnis der harmonisierten...[mehr]



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Am 08.09.2017 wurden im Amtsblatt neue Verzeichnisse harmonisierter Normen...[mehr]



21.08.2017 17:20

Fehlerhafte Übersetzungen im Leitfaden zur Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU

Die Zitate aus der Richtlinie entsprechen nicht in allen Fällen dem...[mehr]



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