PraxisSeminar: Sicherheit von alten und gebrauchten Maschinen und Anlagen

erhalten Sie pragmatische Antworten auf zahlreiche wichtige Fragen rund um das Thema Alt- und Gebrauchtmaschinen.

Dauer: 2 Tage Im Zusammenhang mit alten und gebrauchten Maschinen bestehen viele Unsicherheiten und offene Fragen bei

  • Herstellern,
  • Betreibern und
  • Händlern.

In diesem Seminar erhalten Sie pragmatische Antworten auf zahlreiche wichtige Fragen rund um das Thema Alt- und Gebrauchtmaschinen.

Seminarprogramm

Beantwortung grundsätzlicher Fragen

  • Was sind Altmaschinen?
  • Welche Bedeutung haben die Daten 1.1.1995 (Inkrafttreten der MRL) und 1.1.1997 (Nachrüstpflicht nach der damaligen Arbeitsmittelbenutzungsverordnung (AMBV)) bzw. der heute gültigen BetrSichV)?
  • Erstmaliges Inverkehrbringen im EWR vor dem 1.1.1995:
    • Dürfen diese Maschinen oder Anlagen heute noch betrieben werden?
    • Muss (hätte müssen) nachgerüstet werden?
    • Zusammenhang mit der Betriebssicherheits-Verordnung (BetrSichV) in Deutschland.
    • Sichtweise der DGUV: Nachzertifizierungen bzw. nachträgliche CE-Kennzeichnungen sind nicht zulässig:
      • Was sollen Betreiber oder Händler mit Maschinen tun, die rechtswidrig keine CE-Kennzeichnung tragen?
      • Was bedeutet die (neue) Sichtweise für bereits nachzertifizierte Maschinen oder Anlagen?
      • Warum eine nachträgliche CE-Kennzeichnung von Altmaschinen keinen Sinn macht.
  • Erstmaliges Inverkehrbringen im EWR nach dem 1.1.1995:
    • Szenario: Eine Maschine oder Anlage wurde OHNE CE-Kennzeichnung gekauft, der Hersteller verweigert - aus welchen Gründen auch immer – die nachträgliche CE-Kennzeichnung. Laut BetrSichV darf diese Maschine den Mitarbeitern nicht bereitgestellt werden: Was tun?
  • Import von Gebrauchtmaschinen aus einem Drittstaat (von außerhalb der EU).
  • Import von Gebrauchtmaschinen aus einem anderen EU-Land


Rechtsgrundlagen 

Für die Beantwortung dieser Fragen ist es wichtig, das Zusammenspiel zwischen der BetrSichV (Betreiberrecht) und der Maschinenrichtlinie (Inverkehrbringensrecht) zu kennen.

Für Deutschland existieren Positionspapiere des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) sowie der Berufsgenossenschaft, die für Entscheidungen in der Praxis Unterstützung bieten, insbesondere:

  • BMAS-Papier zur wesentlichen Veränderung von Maschinen (04/2015)
  • Gesamtheit von Maschinen

 

Detailinhalte

  • Klärung der oben angeführten Grundsatzfragen
  • Besteht für Altmaschinen Bestandsschutz?
  • Welche Maschinen oder Anlagen müssen entsprechend BetrSichV in welcher Weise nachgerüstet werden?
  • Warum hier nicht die Sicherheitsziele der Maschinenrichtlinie erreicht werden müssen.
  • Vorsicht beim Kauf von Gebrauchtmaschinen!
  • Umbau von Maschinen oder Anlagen: Wie entscheidet man, ob es sich um eine „wesentliche Veränderung“ handelt?
  • Was ist unter dem Begriff „einfache Schutzeinrichtung“ zu verstehen?
  • Was ist zu tun, wenn es sich beim Umbau um eine wesentliche Veränderung handelt?
  • Dürfen gebrauchte Maschinen oder unvollständige Maschinen in eine neue Maschine oder Anlage eingebaut werden?
  • Ist eine CE-Kennzeichnung für die Gesamtmaschine möglich?
  • Was bedeutet der Begriff „Retrofit“ und was ist dabei zu beachten?
     
  • Vorgehensweise bei der Integration von neuen, CE-gekennzeichneten Produkten bei einem Umbau oder einer Reparatur.
     
  • Was Sie beim Umbau von Steuerungen unbedingt beachten sollten.
  • Vorsicht bei Änderungen in SPS-Programmen, die mit Sicherheitskreisen im Zusammenhang stehen!
  • Korrekte Anwendung der harmonisierten europäischen Normen EN ISO 13849 (Sicherheitsbezogene Teile von Steuerungen) für den Umbau:
    • Teil 1: Gestaltungsleitsätze
    • Teil 2: Validierung. Was sind Sicherheitsbauteile?

Dieses Seminar zeichnet sich durch besonders hohen Praxisbezug aus. Daher sind auch für die Beantwortung und Diskussionen von Fragen aus dem Teilnehmerkreis ausreichend Zeiten eingeplant. Fallbeispiele beleben den Seminarablauf!

Speziell geeignet für

    • Fachkräfte für Arbeitssicherheit
    • Konstrukteure und Planer aus dem Betriebsmittelbau
    • Leiter und Mitarbeiter der technischen Instandhaltung
    • Maschinen- und Anlagenbauer
    • Steuerungstechniker
    • Technische Führungskräfte
    • Betriebsingenieure
    • und alle anderen Personen, die Herstellung, den Betrieb oder den Handel von gebrauchten Maschinen oder Anlagen Verantwortung tragen

    Organisatorisches

    Teilnahmebeitrag:

    • € 1.290,- zzgl. Mwst. (zweitägig)
      (inkl. Seminarunterlagen, Pausenverpflegung, Erfrischungsgetränke und Mittagsmenü)
      Alle Teilnehmer erhalten eine Teilnahmebestätigung.

    Seminarzeiten:

    • 1. Tag: 09:00 - ca. 16:30 Uhr
    • 2. Tag: 08:30 - ca. 16:00 Uhr

    Unverbindliche Vorabreservierung
    Nützen Sie die Möglichkeit der unverbindlichen Vorabreservierung und sichern Sie sich so Ihren Teilnahmeplatz. Wir kontaktieren Sie, wenn wir Ihre definitive Zu- oder Absage benötigen.

     

     Termine

    Datum
    Ort
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    13./14.11.2018
    D-Stuttgart